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Königskampf der Superstars in der Eifel

Tuesday, 30 August 2011 15:47 GMT
Königskampf der Superstars in der Eifel
Am Wochenende macht die Superbike-WM mit den Saisonläufen 19 und 20 Station auf dem Nürburgring.


Vor allem der WM-Kampf zwischen Leader Carlos Checa aus dem Team Althea Ducati (343 Punkte), Titelverteidiger Max Biaggi und Yamaha-Superstar Marco Melandri zieht die Fans in ihren Bann. Checa hat 61 Punkte Vorsprung auf Biaggi, wird also in jedem Fall auch in Imola als Tabellenführer antreten, da es maximal 50 Zähler zu vergeben gibt.


Melandri, der mit der Yamaha R1 in seiner Superbike-Debütsaison bereits drei Rennen gewinnen konnte, fehlen 72 Punkte auf den Katalanen. Einen Nachteil hat Melandri jedoch: Der Italiener aus Ravenna fährt erstmals in seiner Karriere in der Eifel. Neben der Rennstrecke bieten der Nürburgring und der veranstaltende ADAC Niederrhein zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten im weiten Ring-Areal im beliebten Eifeldorf „Grüne Hölle".


Auch das Wetter spielt in der Eifel immer eine wichtige Rolle und kann mitunter über Sieg oder Niederlage entscheiden. Im Vorjahr holten sich in der Eifel Honda-Star Jonathan Rea und Noriyuki Haga auf der Xerox-Ducati die Laufsiege. Für Biaggi reichte es von der Pole nur zu den Positionen 4 und 5. Rea gibt auf dem Nürburgring diesmal sein Comeback, nachdem der Nordire wegen einer doppelt gebrochenen linken Hand mehr als zwei Monate außer Gefecht war.


Bei BMW hat man ebenfalls sehr hochgesteckte Ziele für den Heimauftritt. Sportchef Bernhard Gobmeier hofft, dass Leon Haslam und Troy Corser auf der S1000 RR nach Phillip Island und Monza nun erneut einen Podiumsplatz einfahren. Corser im Jahr 2009 als Sechster in Lauf 2 das bisher beste Nürburgring-Ergebnis für BMW Motorrad Motorsport.


Im Vorjahr reichte es für den Aussie nach viel Pech nur einmal zu Rang 12. Ruben Xaus kam hingegen nach guten Fahrten auf den Plätzen 7 und 9 ins Ziel. Haslam liegt in der WM-Tabelle mit 158 Zählern auf dem guten fünften Rang und will diese Position gegen die starke Konkurrenz halten. Auch Ayrton Badovini und James Toseland wollen mit den BMW des Teams BMW Italia wieder Jagdt auf Spitzenplätze machen.


Supersport-WM


In der Supersport-WM kommt der Brite Chaz Davies als souveräner Leader an den Nürburgring. Mit 42 Zählern Vorsprung und vier Laufsiegen im Gepäck sollte dem großgewachsenen Blondschopf nur noch eine Verletzung oder technische Probleme einen Strich durch die Rechnung machen können.


Sein härtester Verfolger ist der Spoanier David Salom auf der Kawasaki ZX6-R des Teams Motocard Provec. Hinter Salom lauert Ten-Kate-Honda-Routinier Fabien Foret mit 101 Punkten. Auch sein Honda-Markenkollege Gino Rea hat in der Eifel viel vor. In Silverstone stürzte er auf der Jagd nach P3, Mitte Juli in Brünn konnte der Step-Racing-Pilot seinen ersten WM-Triumph bejubeln.


Saloms Teamkollege Broc Parkes hat die Sommerpause zur Regeneration in seiner Wahlheimat Andorra genützt. Der Australier kam noch als WM-Leader im Juni nach Aragon, hat seitdem jedoch in drei Rennen nur einmal Platz 6 ins Ziel gebracht und ist mit 95 Punkten auf Platz 4 in der Tabelle abgerutscht.


Auch Sam Lowes aus dem Parkalgar-Honda-Team hofft auf das Rennen am Nürburgring, konnte doch sein Vorgänger Eugene Laverty im Vorjahr mit der Parkalgar-CBR-600 in der Eifel für die Truppe um Simon Buckmaster den Sieg einfahren. Die Schweizer Rennfans sollten dem Romand Basiten Chesaux mit der MACH-Honda die Daumen halten.


Superstock 1000 und 600


Im Superstock-1000-Cup wollen die BMW-Junioren Lorenzo Zanetti und Sylvain Barrier wollen das BMW-Heimrennen auf der PS-Strecke Nürburgring nutzen, um den Abstand auf das Ducati-Duo zu verringern. Zanetti kam zuletzt in Silvewrstone dank seiner 20 Punkte für Platz 2 bis auf elf Zähler an Tabellenführer Davide Giugliano (Althea Ducati) heran.


Giugliano leistete sich seinen ersten Sturz und brachte somit selbst wieder Spannung in die Meisterschaft. Nach dem Rennen in der Eifel stehen noch die Stationen Imola, Magny-Cours und Portimao auf dem Kalender des Superstock-1000-Cups.


Der Deutsche Markus Reiterberger hat auf dem Nürburgring viel vor. Der 17 Jahre alte Mechanikerlehrling aus Bayern konnte in Brünn mit Rang 4 das beste Saisonergebnis verbuchen. Jetzt will der BMW-Alpha-Racing-Junior das Podest ins Visier nehmen.


In der Superstock-600-EM hat sich das Feld zuletzt in Silverstone wieder zusammengeschoben. Der Franzose Romain Lanusse liegt zwar immer noch mit 94 Punkten an der Spitze. Seine Yamaha-Kollegen Jed Metcher (81), Josh Day (76) und Dino Lombardi (74) sind jedoch alle wieder in Reichweite. Als einziger Deutscher Wildcard-Pilot wird der junge Bonner Marc Buchner in der Superstock-600-EM auf einer Yamaha R6 antreten.